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Rassebeschreibung
- Die Heilige Birma ist eine stämmige,
mittelgroße Katze mit einem etwas gestreckten Körper und kräftigen
Beinen.
- Das Fell ist halblang mit
seidiger Textur. Es filzt nicht, was die Katze trotz der Haarlänge
sehr pflegeleicht macht. Sie braucht nur hin und wieder gebürstet zu
werden. Besonders bei kastrierten Katzen ist das Fell sehr üppig.
- Am Hals trägt die Birma eine
schöne Halskrause. Diese zeigt sich bei einigen Katzen erst mit 2
oder 3 Jahren, manche bekommen sie erst nach der Kastration.
- Die Birmakatze hat einen kräftigen
Kopf mit schönen blauen Augen, einer "römischen Nase" und
gut ausgeprägten Wangen.
- Da die Birmakatze zur Gruppe der
Pointkatzen zählt, sind bei ihr nur die kühleren Körperpartien
ausgefärbt. Die Pigmentierung beschränkt sich also auf das Gesicht,
die Ohren, die Beine, den Schwanz und bei Katern, die Hoden.
Es gibt zur Zeit folgende
anerkannte Pointfarben:
| Solid-Point: |
seal-point, blue-point,
chocolate-point, lilac-point, red-point, creme-point |
| Tortie-Point: |
seal-tortie-point,
blue-tortie-point, chocolate-tortie-point, lilac-tortie-point |
| Tabby-Point: |
Tabby-Variante der
Solid-Points |
| Tortie-Tabby-Point: |
tragen Tabbyzeichnung und
Tortiemuster |
- Der restliche Körper ist
elfenbeinfarben, variiert aber je nach Pointfarbe etwas im Farbton.
- Als besonderes Merkmal trägt
die Birmakatze an den Füßen vier weiße Stiefel, die sogenannten
"Handschuhe".
- Auf der Rückseite der
Hinterbeine bildet das Weiß einen Keil. Diese weißen Spitzen
bezeichnet man als "Sporen".
- Doch nicht nur das Aussehen
macht diese Rasse so liebenswert - es ist vor allem der Charakter,
dessen Faszination kaum einen Birmabesitzer wieder los lässt.
- Birmakatzen
sind sehr anhänglich und menschenbezogen. Unter all ihren
"Lieben" gucken sie sich oft "ihren Menschen"
heraus, zu dem sie ein besonders inniges Verhältnis entwickeln.
Diesem Menschen folgen sie dann hundeähnlich auf Schritt und Tritt.
Sie erwarten ihrerseits natürlich dann auch entsprechende
Aufmerksamkeit.
- Sie ist sehr kinderlieb und
deshalb die ideale Familienkatze.
- Diese charmante Katze ist sehr
sanft und oft bis ins hohe Alter verspielt.
- Für das Wohlbefinden der Birma
ist Gesellschaft äußerst wichtig. Sollte man seine Birma, z.B.
aus beruflichen Gründen, öfter über Stunden allein in der Wohnung
lassen müssen, ist es zweckmäßig zwei Katzen zu halten. Ein
Spielkamerad tröstet sie dann über die einsamen Stunden hinweg.
- Zu anderen Tieren haben sie ein
sehr ausgeglichenes Verhältnis.
- Fremden Menschen gegenüber
zeigen sie eine gewisse Gelassenheit.
- Auch ansonsten ist eine
Birmakatze sehr problemlos und unkompliziert - zumindest in den
meisten Fällen.
- Mitunter sind Birmas bei ihrem
Speisezettel etwas wählerisch. Sie sind manchmal etwas diffizile
Esser. Oft spezialisieren sie sich auf eine bestimmte Futtersorte und
kaum eine Katze gleicht in ihrer Essgewohnheit der anderen.
Der Standard
der Heiligen Birmakatze
Ein Standard
beschreibt das optimale Aussehen einer Katzenrasse. Birmakatzen, die in
allen Einzelheiten vollkommen dem Standard entsprechen gibt es nicht.
Insbesondere die Zucht von Birmakatzen mit perfekten Handschuhen und
Sporen ist außerordentlich schwierig. Bei dem Versuch, die Merkmale an
den Standard anzugleichen, darf der Charakter und die Gesundheit nicht
vergessen werden!
Körperbau:
- Der Körper ist mittelgroß und
etwas gestreckt. Er weist einen mittelschweren Körperbau auf und
steht auf stämmigen kurzen Beinen. Die Pfoten sind abgerundet und gut
proportioniert.
- Zu der breiten Brust gesellt
sich ein starker Brustkorb.
- Die Flanken und Hüften sind
schwer und gut muskulös. Der gut gestreckte Körper sollte eine
horizontale Rückenlinie und einen kräftigen Nacken haben.
- Ein gedrungener Körperbau
entspricht ebenso wenig dem Standard wie ein schmaler Körper mit
zierlichen Knochen.
- Die Beine sollten stämmig und
von mittlerer Länge sein.
- Hohe Katzen sind ebenso unerwünscht
wie Katzen mit "Basset-Hunde-Beinen".
- Die Pfoten sind schwer mit
kurzen dicken Zehen.
Kopf:
- Den Kopf prägt ein kräftiger
Schädel mit vollen runden Wangen und leicht gewölbter Stirn. Die
Nase ist mittellang und ohne Stop. Kiefer und Kinn sind kräftig. Die
leicht abgerundeten Ohren sind klein und nicht zu aufrecht stehend.
- Die Birma sollte einen breiten
Schädel haben. Der breiteste obere Kopfteil sollte die gleiche Länge
haben wie eine gedachte Linie von der Nasenspitze bis zum unteren Rand
des Ohres. Das ergibt ein Verhältnis der Kopflänge zur Kopfbreite
von 5:4.
- Die Wangen sollten kräftig
ausgeprägt sein. Ein langer schmaler Kopf und schwache Wangen
schaffen ein zusammengedrücktes Aussehen (pinch).
- Der Kopf darf weder Ähnlichkeit
mit einer Siam-, noch mit einer Perserkatze haben.
- Das kräftige Kinn darf weder
fliehend, noch spitz sein.
- Die Nase und das Kinn sollten
eine senkrechte Linie zum Mund bilden.
- Die römische Nase hat eine
leichte Wölbung kurz unterhalb der horizontalen mittleren Augenlinie.
Sie darf aber keine tiefe Kerbe, also einen Stop, aufweisen.
- Von vorn ist die Nase gleichmäßig
breit.
- Die Ohren sind etwas höher als
breit. Die oberen Ecken sind abgerundet.
- Die innere Ohrenecke sollte auf
gerader Linie mit der imaginären senkrechten, mittleren Augenlinie
liegen. So sind die Ohren weder zu tief, noch zu hoch platziert.
- In jedem Fall sollte es gut
ausgewogen wirken.
Augen:
- Die Augenform ist fast rund oder
leicht oval.
- Sie sind von gleichmäßiger
tiefblauer Farbe.
- Die Augen sollten groß und weit
auseinander gesetzt sein. Kleine, engstehende Augen verleihen dem
Gesicht einen unfreundlichen Ausdruck und entsprechen nicht dem
typischen freundlichen Birmagesicht.
- Die Iris sollte einfarbig
tiefblau durchgefärbt sein. Je dunkler das Blau, desto besser. Eine
andere Augenfarbe als blau ist nicht zulässig.
Abzeichen:
- Zu den farbigen Abzeichen (Points)
gehören die Ohren, das Gesicht, die Vorder- und Hinterbeine und der
Schwanz. Die Maske bedeckt das Gesicht vom Kinn bis über die Augen.
Die Abzeichen an den Beinen weisen einen Weißanteil an den Sporen und
den Handschuhen auf. Der Übergang zwischen Körperfarbe und Points
sollte kontrastreich sein. Die Points selbst sollten in der Färbung
so gleichmäßig wie möglich sein. Die Maske darf sich nicht auf den
Hinterkopf erstrecken. "Haubenmasken", bei denen sich die
Farbe bis über die Ohren zum Nacken und unter das Kinn erstreckt,
sind unerwünscht. Eine schmale Linie trennt die Maske optisch von den
Ohren.
- Lippen-, Augen- und
Nasenumrandung sind passend zur Pointfarbe gefärbt.
- Bei Katzen ohne Tabbyzeichnung
ist der Nasenspiegel voll ausgefärbt.
- Weiße Flecken am Kinn sind ein
Disqualifikationsgrund.
Handschuhe und Sporen:
- Die Handschuhe erstrecken sich
bis zur Zehenwurzel oder enden am Gelenk. Sie sind reinweiß. Das Weiß
darf sich nicht auf das Bein erstrecken. An den Hinterbeinen läuft
das Weiß keilförmig an den Sohlen aus (Sporen). Etwas längere
Handschuhe an den Hinterpfoten werden toleriert. Die Regelmäßigkeit
und Symmetrie der vorderen Handschuhe einerseits und der hinteren
Handschuhe andererseits sind ein wesentliches Kriterium bei der
Bewertung. Das Idealbild ist die völlig gleichmäßige Anordnung der
Handschuhe an allen vier Pfoten.
- Bei den Vorderbeinen bedeckt das
Weiß den Fußballen, auf dem die Katze läuft. An den Hinterbeinen
geht das Weiß der Fußballen in die Sporen über. Diese enden im
Idealfall zwischen der ½ und 2/3 Entfernung der Fußballen zum Gelenk
der Hinterpfoten in einer Spitze.
- Die Sporen variieren von kurz
und dünn zu hoch und breit. Höhere und niedrigere Sporen und
abgerundete Spitzen werden akzeptiert. Sie dürfen jedoch nicht über
die Ferse hinauslaufen. Fehlende Sporen schließen die Vergabe eines
Titels oder einer Auszeichnung aus.
- Bei den Handschuhen sind weiße
Streifen, die an den Vorderbeinen hochlaufen (Läufer oder Runner
genannt) unerwünscht, werden jedoch bis zu den Karpalballen meist
toleriert.
- Dunkle Zehen in der Mitte der
Handschuhe sind bei Ausstellungstieren nicht gewünscht. An der Seite
der Handschuhe werden sie oft toleriert.
- Jeder separate dunkle Fleck in
den Handschuhen, ob vorne oder hinten, führt zur Disqualifikation,
mit Ausnahme von farbigen Fußballen.
- Dunkle Flecken, die in die
Sporen hineinragen, werden akzeptiert, solange diese mit den farbigen
Points der Beine verbunden sind.
Fell:
- Im Gesicht sind die Haare kurz
und werden zu den Wangen hin allmählich länger. Sie erreichen am Rücken,
den Flanken und der Halskrause ihre größte Länge. Insgesamt ist das
Fell halblang und variiert in der Fellänge je nach Körperteil. Das
Fell weist eine seidige Textur mit wenig Unterwolle auf.
- Das richtige Verhältnis
zwischen Länge, Menge und Gestalt der verschiedenen Haartypen
(Leithaar, Grannenhaar und Wollhaar) untereinander, ergibt das
typische Birmafell mit seiner seidigen, weichen Textur. Es filzt
nicht.
- Das Fell soll weder richtig am Körper
anliegen, noch sollte es übermäßig abstehen.
- Die Länge variiert entsprechend
der Jahreszeit und von Katze zu Katze.
- Die Halskrause ist bei potenten
Tieren oft nicht so ausgeprägt wie bei Kastraten.
Körperfarbe:
- Die Grundfarbe des Körpers ist
sehr hell, eierschalenfarben mit einem beigen Goldschimmer auf dem Rücken.
Am Bauch ist das Fell fast weiß.
- Leider wird die Körperfarbe mit
zunehmendem Alter oft dunkler. Es bilden sich zunächst dunkle Stellen
an den Schultern, bzw. dem Nacken und den Flanken. Später dunkelt oft
auch das Fell am Körper nach, so dass nur die Halskrause hell bleibt.
Es muss in jedem Fall ein guter Kontrast zwischen Körperfarbe und
Abzeichenfarbe vorhanden sein.
Anmerkungen:
- Die Körperfarbe der seal-point
Katzen ist im Alter oft dunkler als die der blue-points.
- Sollte die Birma im Bereich der
hellen Körperfarbe eine Wunde oder einen sonstigen Felldefekt (z.B. nässendes
Ekzem) haben, wächst das Fell zunächst dunkel nach. Nach dem nächsten
Fellwechsel wird es aber wieder hell.
Schwanz:
- Der Schwanz hat eine elegante
Form und ist von mittlerer Länge. Er soll fedrig behaart sein.
- Ein langer Peitschenschwanz ist
unerwünscht. Wenn man den Schwanz nach vorne bringt, sollte er im
Idealfall die vorderen Schultern nicht erreichen. Die Schwanzlänge
variiert von Katze zu Katze, sollte aber stets zur Körperlänge
passen.
- Das Schwanzfell ist entweder
relativ kurz und buschig oder lang und fließend. Beides wird
akzeptiert.
Kondition:
- Die Ausstellungskatze hat
eine hervorragende physische Kondition. Der gute Gesundheitszustand
und die Vitalität der Katze drücken sich in
klaren Augen, glänzendem Fell und sichtbarem Wohlbefinden aus.
- In ihrer Bewegung bringt die
Katze ihre natürliche Schönheit, ihr Temperament und ihre
charakteristische Grazie zum Ausdruck. Die Ausstellungskatze sollte
nicht aggressiv sein und die Prozedur des Richtens akzeptieren. Eine
Abwehrhaltung setzt die Katze in der Bewertung herab, da dem Richter
die Möglichkeit einer vollständigen Beurteilung genommen wird. Die
Ausstellungs-Katze ist gepflegt und sauber.
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