Die Birmazucht "Von Achor" besteht seit dem Jahr 1979. Auf dem
nebenstehenden Foto ist der erste Birmawurf der Zucht zu sehen, von den Eltern;
"Int.Ch. Iros de Ranchipur" und "Geisha von Scilia".Natürlich kamen diese Stammkatzen nicht alle auf einmal in meine Zucht. Zur
damaligen Zeit war es sehr schwierig, überhaupt eine Birmakatze in
Zuchtqualität zu bekommen und Wartezeiten von mindestens 2 Jahren waren
üblich, auch waren die Preise für eine Birma vor 28 Jahren um einiges höher
als heute, so das die Anschaffung einer Zuchtkatze lange überlegt und
sorgfältig geplant wurde. Dann waren auch Rückschläge und Verluste von Katzen
durch genetische Defekte um einiges häufiger als heute, denn die Zuchtbasis in
den alten Birmalinien war sehr eng. So habe ich meinen ersten Kater "Bali
des Oriental" sehr früh durch einen genetisch bedingten Herzfehler
verloren, "Couettedeplume de la Renouee" hatte Epilepsie und musste
mit 4 Jahren eingeschläfert werden und die Kätzinnen "Koralie zur
Riegelfeste" und "Adele aus der Wolfshöhle" sind sehr jung an
PKD gestorben.
Ende
1987 kamen in meiner Zucht die ersten Birmas in neuen Farben dazu. Dies brachte
nicht nur neue attraktive Blutlinien in die Zucht, sondern zu Beginn auch sehr
viele genetische Probleme, denn die alten Birmalinien waren sehr eng gezüchtet
und hatten entsprechende Gendefekte und für die neuen Farben wurden Siamesen
und Perser eingekreuzt, die neue Probleme mitbrachten, die bisher in der
Birmazucht noch nicht vorhanden waren. Die ersten Generationen der neuen Farben
waren deshalb auch mit einem Verlust an Jungtieren verbunden und sehr viele
Züchter die einen Einstieg in die Zucht der neuen Farben versuchten, gaben nach
einigen Würfen frustriert wieder auf. In meiner züchterischen Laufbahn haben
diese Probleme und deren Lösung zu einem großen Kenntnisgewinn geführt, so
das sich heute in meiner Zucht ein Stamm Birmakatzen befindet, die genetisch
einwandfrei sind, was auch noch heute bei dieser Rasse eine echte Seltenheit
ist.
Als Anfang kam der erste lilac point Birma in die Schweiz, der dann auch der erste Fifé-Europa
Champion der lilac point Birma's wurde "Euro.Ch. Dusty of Quint's
Cousin" (Foto oben). Dann im selben Jahr die ersten tabby point Birmas in der Schweiz:
"Änghagen's Stripe Yoma", seal tabby point, und "Int.Pr.Änghagen's
Ursula", seal tortie tabby point, die zugleich auch die erste Birma mit Rotfaktor in der Zucht
war. Die Birmazucht "von Achor" ist also die erst Zucht in der
Schweiz, die sich um diese neuen attraktiven Birmafarben bemühte und diese
Farben bedeuten bis heute immer noch ein züchterischer Schwerpunkt. "Ursula"
zog später nach Dänemark um, doch ihre Tochter, die als Ersatz für die Mutter
zurück in die "Von Achor" Zucht kehrte; "Euro.Ch. Sofie's Tortie Tabby
Tatjana", seal tortie tabby point, wurde die erste Fifé-Europa Champion Birmakatze in dieser Farbe.
Ende 1989 kam die fantastische lilac point Birmakätzin
"Gr.Int.Ch. Kessy von den Bastian's" (Foto) dazu. Sie ist die Mutter von "Euro.Ch. Wombat von Achor", seal tabby point, dessen Vater,
"Int.Ch. + Gr.Int.Pr. Sma-Troll's Lord Nelson" (Foto siehe unten), seal tabby point, war mein erster tabby point Deckkater, er wurde 1990 aus Deutschland importiert.
"Wombat" wurde zurück nach Deutschland verkauft, aber mehrere male für die "von Achor" Zucht verwendet.
"Kessy" und "Dusty" sind auch die Eltern von "Int.Ch.X-Polaris von
Achor", lilac point der in der Zucht die Stelle seines, dann kastrierten, Vaters übernahm.
1990 kamen die zwei bedeutenden blue point Kätzinnen "Int.Ch. Gina de Plessis DM" und ihre Schwester
"Jasmin de Plessis" in die "Von Achor" Zucht.
1992 kamen aus Deutschland, nach dem Tod ihrer Besitzerin Anneli Falk, die Kätzin "Gr.Int.Ch.+Gr.Int.Pr. Belinda vom Rosenstock"
blue point, Geb. 1987, "Las Perlas sin Esperanza" seal tabby point, und der Kater
"Int.Ch. Las Perlas sin Magnum", seal tabby point, geboren 1989 dazu. 1993
zog aus Holland der chocolat point Kater "Gr.Int.Ch. Larson fan it Syreja Hiem"
bei mir ein, er kam im Tausch gegen den seal tabby point Kater "Brandy von
Achor".
Am 26.2.1995 kam es in meinem damaligen Haus in Malix zu einem Brand,
während ich mit meinen Katzen "Larson" "Estella",
"Belinda", "Bambi" und "Bianca" die
Katzenausstellung in Landquart, also nur 20 Kilometer von Zuhause entfernt
besuchte. Alle anderen Katzen, die Zuhause geblieben waren, erstickten dort im
Rauch, der sich durch den Schwelbrand in einer Zwischenwand, bedingt durch einen
Riss in der Rückwand des Kachelofens, entwickelt hatte. Nur wer seine Katzen so
liebt, wie ich dies tue und immer tat, kann überhaupt begreifen, wie schlimm es
in so einem Fall ist, seine Katzen auf diese Art und Weise zu verlieren.
Wie durch ein Wunder überlebten die zwei am
Morgen dieses Tages geborenen Kitten "Calimero von Achor" seal tabby point und "Int.Pr.Creme-Calyso von Achor"
(Foto) creme tabby point, unter ihrer Toten Mutter.
Da zum damaligen Zeitpunkt dann die Möglichkeit während einiger Monate fehlte, einen Deckkater zu halten, wurde
"Larson" nach Deutschland zu einer Züchterin in Pflege überbracht,
leider er wurde später nicht mehr zurück gegeben. "Estella" war Kastriert und Belinda schon 8 Jahre alt. Es blieben nur die zwei
jungen Kätzinnen "Bambi" und "Bianca". Von befreundeten Züchtern erhielt ich dann die Möglichkeit ein von mir gezüchtetes Jungtier "Gr.Int.Ch. Belladonna Von Achor DM" seal tabby point, und später den Deckkater
"Euro.Ch. Aljev von Achor DM", blue point, zurück zu kaufen.
Mit diesen Katzen und 2 tortie tabby Kätzinnen aus der Zucht "van de Bloemendaal" und mit dem aus Schweden importierten Kater "Int.Ch.Happy Sun Faces Casco.E." wurde die Zucht wieder
aufgebaut.
Am 2.2.2001
dann das 2 Unglück. Knapp 6 Jahre nach der 1. Katastrophe,
geschah zum 2. mal ein Brand. Am 2. Tage nach dem Umzug in mein jetziges Haus, kam es
während meiner kurzen Abwesenheit
am Morgen, durch einen Kurzschluss im Dampfabzug der Küche, zu einem weiteren
Brand mir starker Rauchentwicklung. Zum Glück kam ich noch rechtzeitig genug
nach Hause, um die Katzen noch lebend, aber mit vollkommen verrußtem Fell und
schon bewusstlos, in Sicherheit bringen zu können. Alle Katzen
waren in einem schrecklichen Zustand, hatten eine lebensbedrohliche
Rauchvergiftung und trotz intensiver tierärztlicher Behandlung starben meine
zwei grossen Lieblinge "Ch.Bambi von Achor DM" (Foto oben) die ja den ersten
Brand schon überlebt hatte und deren Tochter "Euro.Ch. Flora-Foruna
von Achor" in der Woche nach den Brand. Die Jungtiere der Kätzinnen die
zum Brandzeitpunkt trächtig waren, wurden entweder tot, oder mit so starken
Entwicklungsstörungen geboren, das ein Überleben nicht möglich war. Alleine
"Fiona" schenke einem gesunden blue point Katerchen das Leben. Fast
alle Katzen waren in so einem schlechten Zustand, das sie Wochenlang aus eigener
Kraft nicht fressen konnten, schwarzer Teer lief ihnen noch über lange Zeit aus
den Näschen, sie mussten mit Hilfe befreundeter Züchter alle mehrere male
gebadet werden, was für die geschwächten Tiere eine zusätzliche schlimme
Prozedur war. Es hat Monate gedauert, bis sie wieder auch nur etwas in etwas besserer Kondition
waren, aber sie haben fast alle überlebt und ich bin dabei wohl zu einer
Expertin in Sachen Behandlung von verrußten und rauchvergifteten Katzen
geworden. Die unheimlich große Mühe, die es gemacht hatte, sie über diese
schweren Wochen zu bringen, belohnen sie jetzt mit noch größerer Anhänglichkeit, sie sind heute alle wieder vollkommen in Ordnung und haben
keine bleibende Schäden behalten.
Ausstellungsbesuche mit meinen Katzen gehörten schon immer zu meinem Hobby..... in der Zwischenzeit ist meine Zucht zu einer der erfolgreichsten dieser Rasse, weltweit geworden. Jungtiere aus meiner Zucht wurden in die ganze Welt exportiert. Als einziger Züchter habe ich es geschafft, 54 Fifé-Europa-Champions zu züchten, den Worldwinner 04 + 05, viele Nationale Jahressieger, DM's Juniorwinner und DSM's... viele dieser Katzen finden Sie in Galerie 1
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