Die Geschichte der Birmazucht "Von Achor"

Der Beginn:


Meine erste Birmakatze mit meinem ersten Birmawurf!

Geisha von Scilia/*CH, SBI-a, geboren am 23.4.78: Vater: Int.Ch.Iros de Ranchipur/*F, SBI-n, Mutter:

Ch. Marquiese de la Tour du Pin/*F, SBI-n, mit Jungtieren geboren am 10.6.79 von Int.Ch. Iros de

Ranchipur/*F. Die Birmazucht "Von Achor" besteht seit dem Jahr 1979. Auf dem nebenstehenden Foto ist der erste Birmawurf der Zucht zu sehen, von den Eltern; "Int.Ch. Iros de Ranchipur" und "Geisha von Scilia".
Die ersten Jahre wurden Jungtiere in den klassischen Farben seal point und blue point gezüchtet, mit den  blue point Kätzinnen: "Geisha und Mirka von Scilia", 2 Ladys aus Schweizer Zucht mit französischer Abstammung, "Adele aus der Wolfshöhle" aus deutscher Zucht und "Gr.Int.Ch.+Euro.Pr. Estella van Dur-Khaima", aus Holland (Estella lebt bis zum biblischen Alter von weit über 20 Jahren, als alte Kastratin, in meinem Zuhause), sowie die seal point's: "Koralie zur Riegelfeste" aus Deutschland und "Ch.Couettedeplume de la Renouée" aus Frankreich. Mein erster Deckkater, in der Farbe seal point "Bali des Orientales" (Foto siehe unten) kam 1985 ebenfalls aus Frankreich zur Familie. 

Natürlich kamen diese Stammkatzen nicht alle auf einmal in meine Zucht. Zur damaligen Zeit war es sehr schwierig, überhaupt eine Birmakatze in Zuchtqualität zu bekommen und Wartezeiten von mindestens 2 Jahren waren üblich, auch waren die Preise für eine Birma vor 28 Jahren um einiges höher als heute, so das die Anschaffung einer Zuchtkatze lange überlegt und sorgfältig geplant wurde. Dann waren auch Rückschläge und Verluste von Katzen durch genetische Defekte um einiges häufiger als heute, denn die Zuchtbasis in den alten Birmalinien war sehr eng. So habe ich meinen ersten Kater "Bali des Oriental" sehr früh durch einen genetisch bedingten Herzfehler verloren, "Couettedeplume de la Renouee" hatte Epilepsie und musste mit 4 Jahren eingeschläfert werden und die Kätzinnen "Koralie zur Riegelfeste" und "Adele aus der Wolfshöhle" sind sehr jung an PKD gestorben.

Die neuen Farben:


Dusty of Quint's Cousin war der erste lilac point Birma in der Schweiz und der erste lilac point Fifé Europa Champion!Ende 1987 kamen in meiner Zucht die ersten Birmas in neuen Farben dazu. Dies brachte nicht nur neue attraktive Blutlinien in die Zucht, sondern zu Beginn auch sehr viele genetische Probleme, denn die alten Birmalinien waren sehr eng gezüchtet und hatten entsprechende Gendefekte und für die neuen Farben wurden Siamesen und Perser eingekreuzt, die neue Probleme mitbrachten, die bisher in der Birmazucht noch nicht vorhanden waren. Die ersten Generationen der neuen Farben waren deshalb auch mit einem Verlust an Jungtieren verbunden und sehr viele Züchter die einen Einstieg in die Zucht der neuen Farben versuchten, gaben nach einigen Würfen frustriert wieder auf. In meiner züchterischen Laufbahn haben diese Probleme und deren Lösung zu einem großen Kenntnisgewinn geführt, so das sich heute in meiner Zucht ein Stamm Birmakatzen befindet, die genetisch einwandfrei sind, was auch noch heute bei dieser Rasse eine echte Seltenheit ist. 

Als Anfang kam der erste lilac point Birma in die Schweiz, der dann auch der erste Fifé-Europa Champion der lilac point Birma's wurde "Euro.Ch. Dusty of Quint's Cousin" (Foto oben). Dann im selben Jahr die ersten tabby point Birmas in der Schweiz: "Änghagen's Stripe Yoma", seal tabby point, und "Int.Pr.Änghagen's Ursula", seal tortie tabby point, die zugleich auch die erste Birma mit Rotfaktor in der Zucht war. Die Birmazucht "von Achor" ist also die erst Zucht in der Schweiz, die sich um diese neuen attraktiven Birmafarben bemühte und diese Farben bedeuten bis heute immer noch ein züchterischer Schwerpunkt. "Ursula" zog später nach Dänemark um, doch ihre Tochter, die als Ersatz für die Mutter zurück in die "Von Achor" Zucht kehrte; "Euro.Ch. Sofie's Tortie Tabby Tatjana", seal tortie tabby point, wurde die erste Fifé-Europa Champion Birmakatze in dieser Farbe.
KessyEnde 1989 kam die fantastische lilac point Birmakätzin "Gr.Int.Ch. Kessy von den Bastian's" (Foto) dazu. Sie ist die Mutter von "Euro.Ch. Wombat von Achor", seal tabby point, dessen Vater, "Int.Ch. + Gr.Int.Pr. Sma-Troll's Lord Nelson" (Foto siehe unten), seal tabby point, war mein erster tabby point Deckkater, er wurde 1990 aus Deutschland importiert. "Wombat" wurde zurück nach Deutschland verkauft, aber mehrere male für die "von Achor" Zucht verwendet. "Kessy" und "Dusty" sind auch die Eltern von "Int.Ch.X-Polaris von Achor", lilac point der in der Zucht die Stelle seines, dann kastrierten, Vaters übernahm. 1990 kamen die zwei bedeutenden blue point Kätzinnen "Int.Ch. Gina de Plessis DM" und ihre Schwester "Jasmin de Plessis" in die "Von Achor" Zucht. 1992 kamen aus Deutschland, nach dem Tod ihrer Besitzerin Anneli Falk, die Kätzin "Gr.Int.Ch.+Gr.Int.Pr. Belinda vom Rosenstock" blue point, Geb. 1987, "Las Perlas sin Esperanza" seal tabby point, und der Kater "Int.Ch. Las Perlas sin Magnum", seal tabby point, geboren 1989 dazu. 1993 zog aus Holland der chocolat point Kater "Gr.Int.Ch. Larson fan it Syreja Hiem" bei mir ein, er kam im Tausch gegen den seal tabby point Kater "Brandy von Achor".

Katzen und Feuer:

2 mal erlitt die Zucht bisher einen sehr schweren Verlust, nicht durch ansteckende Krankheiten wie dies in anderen Zuchten manchmal der Fall ist, sondern durch Feuer. 

Am 26.2.1995 kam es in meinem damaligen Haus in Malix zu einem Brand, während ich mit meinen Katzen "Larson" "Estella", "Belinda", "Bambi" und "Bianca" die Katzenausstellung in Landquart, also nur 20 Kilometer von Zuhause entfernt besuchte. Alle anderen Katzen, die Zuhause geblieben waren, erstickten dort im Rauch, der sich durch den Schwelbrand in einer Zwischenwand, bedingt durch einen Riss in der Rückwand des Kachelofens, entwickelt hatte. Nur wer seine Katzen so liebt, wie ich dies tue und immer tat, kann überhaupt begreifen, wie schlimm es in so einem Fall ist, seine Katzen auf diese Art und Weise zu verlieren. 
Int.Pr.Creme Calypso von Achor/*CH,  SBI-e-21, geb. am 26.2.95, Vater: Gr.Int.Ch. Larson fan it

Syreja Hiem/*NL SBI-b, Mutter: Euro.Ch. Sofie's Tortie Tabby Tatjana. Er und sein Bruder Calimero von

Achor/*CH SBI-n-21, sind die einzigen zwei Katzen die den Brand in meinem Haus dort überlebt haben.

Sie wurden an diesem Tag geboren und brauchten als Neugeborene wenig Sauerstoff, so das sie unter

ihrer toten Mutter überlebt haben.Wie durch ein Wunder überlebten die zwei am Morgen dieses Tages geborenen Kitten "Calimero von Achor" seal tabby point und "Int.Pr.Creme-Calyso von Achor" (Foto) creme tabby point, unter ihrer Toten Mutter.
Da zum damaligen Zeitpunkt dann die Möglichkeit während einiger Monate fehlte, einen Deckkater zu halten, wurde "Larson" nach Deutschland zu einer Züchterin in Pflege überbracht, leider er wurde später nicht mehr zurück gegeben. "Estella" war Kastriert und Belinda schon 8 Jahre alt. Es blieben nur die zwei jungen Kätzinnen "Bambi" und "Bianca". Von befreundeten Züchtern erhielt ich dann die Möglichkeit ein von mir gezüchtetes Jungtier "Gr.Int.Ch. Belladonna Von Achor DM" seal tabby point, und später den Deckkater "Euro.Ch. Aljev von Achor DM", blue point, zurück zu kaufen. Mit diesen Katzen und 2 tortie tabby Kätzinnen aus der Zucht "van de Bloemendaal" und mit dem aus Schweden importierten Kater "Int.Ch.Happy Sun Faces Casco.E." wurde die Zucht wieder aufgebaut. 

Am 2.2.2001 dann das 2 Unglück. Knapp 6 Jahre nach der 1. Katastrophe, geschah zum 2. mal ein Brand. Am 2. Tage nach dem Umzug in mein jetziges Haus, kam es während meiner kurzen Abwesenheit am Morgen, durch einen Kurzschluss im Dampfabzug der Küche, zu einem weiteren Brand mir starker Rauchentwicklung. Zum Glück kam ich noch rechtzeitig genug nach Hause, um die Katzen noch lebend, aber mit vollkommen verrußtem Fell und schon bewusstlos, in Sicherheit bringen zu können. Alle Katzen waren in einem schrecklichen Zustand, hatten eine lebensbedrohliche Rauchvergiftung und trotz intensiver tierärztlicher Behandlung starben meine zwei grossen Lieblinge "Ch.Bambi von Achor DM"  (Foto oben) die ja den ersten Brand  schon überlebt hatte und deren Tochter "Euro.Ch. Flora-Foruna von Achor" in der Woche nach den Brand. Die Jungtiere der Kätzinnen die zum Brandzeitpunkt trächtig waren, wurden entweder tot, oder mit so starken Entwicklungsstörungen geboren, das ein Überleben nicht möglich war. Alleine "Fiona" schenke einem gesunden blue point Katerchen das Leben. Fast alle Katzen waren in so einem schlechten Zustand, das sie Wochenlang aus eigener Kraft nicht fressen konnten, schwarzer Teer lief ihnen noch über lange Zeit aus den Näschen, sie mussten mit Hilfe befreundeter Züchter alle mehrere male gebadet werden, was für die geschwächten Tiere eine zusätzliche schlimme Prozedur war. Es hat Monate gedauert, bis sie wieder auch nur etwas in etwas besserer Kondition waren, aber sie haben fast alle überlebt und ich bin dabei wohl zu einer Expertin in Sachen Behandlung von verrußten und rauchvergifteten Katzen geworden. Die unheimlich große Mühe, die es gemacht hatte, sie über diese schweren Wochen zu bringen, belohnen sie jetzt mit noch größerer Anhänglichkeit, sie sind heute alle wieder vollkommen in Ordnung und haben keine bleibende Schäden behalten.

Ausstellungsbesuche mit meinen Katzen gehörten schon immer zu meinem Hobby..... in der Zwischenzeit ist meine Zucht zu einer der erfolgreichsten dieser Rasse, weltweit geworden. Jungtiere aus meiner Zucht wurden in die ganze Welt exportiert. Als einziger Züchter habe ich es geschafft, 54 Fifé-Europa-Champions zu züchten, den Worldwinner 04 + 05, viele Nationale Jahressieger, DM's  Juniorwinner und DSM's... viele dieser Katzen finden Sie in Galerie 1